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Dienstag, 01. September 2009 | Oliver Reiner
Dagegen sieht die Kulturamtsleiterin Susanne Kucharski-Huniat keine Möglichkeit, die Arbeit der VILLA durch eine institutionelle Förderung aus dem Kulturetat zu unterstützen. Das ist das Ergebnis eines heutigen Treffens an dem auch der Sozial-Bürgermeister Prof. Dr. Thomas Fabian und der Kultur-Bürgermeister Michael Faber teilnahm.
Jugendamtsleiter Dr. Siegfried Haller betonte dabei ausdrücklich, dass die VILLA und ihr Standort in der Mitte Leipzigs notwendig und von der Stadt gewollt wird. Dabei verwies er auch auf die besondere Geschichte des Hauses.
Die Kulturamtsleiterin begründete ihre ablehnende Haltung mit dem neuen Stadt-Entwicklungskonzept (SeKo). Demnach gibt es in Leipzig-Mitte ausreichend Angebote der Hochkultur. Ein basiskulturelles Angebot wie das der VILLA wird hier nicht als notwendig angesehen. Zumal die Volkshochschule in Mitte auch kulturelle Kurse anbietet.
Trotzdem will das Kulturamt in Zukunft verstärkt kulturelle Projekte der VILLA fördern.
Das Treffen war auf Betreiben der VILLA zustande gekommen. Das Haus steht sein einiger Zeit vor großen Herausforderungen, weil durch Anwohnerbeschwerden und dem Nichtraucherschutzgesetz dringend benötigte Einnahmen aus dem Veranstaltungsbetrieb wegbrachen. Momentan lassen sich so die anfallenden Kosten nicht decken.
Die VILLA hatte sich deswegen als Ergänzung zu der Förderung durch das Jugendamt auch um eine Grundfinanzierung durch das Kulturamt bemüht. Das war trotz steigenden Kulturförderetat wiederholt abgelehnt worden.
Ein externer Berater ist jetzt beauftragt worden, zusammen mit der VILLA ein neues, wirtschaftliches Betreiberkonzept zu erarbeiten. Es soll bis Ende des Jahres vorliegen.
Zusätzlich arbeitet das Zentrum in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Soziokultur an einer grundlegenden Neustrukturierung und weiteren Schärfung des soziokulturellen Profis.